Zu jedem Handlungsziel aus der Modulidentifikation (hier gekürzt wiedergegeben) werden keine, eine oder mehrere realistische, beispielhafte und konkrete Handlungssituationen beschrieben, die zeigen, wie die Kompetenzen in der Praxis angewandt werden.
Sara arbeitet in der IT-Abteilung eines Gesundheitsdienstleisters. Patientendaten müssen gespeichert, archiviert und zwischen Standorten sicher übertragen werden. Sara wählt für die verschiedenen Aufgaben passende Codierungs-, Kompressions- und Verschlüsselungsverfahren aus und setzt sie ein.
Beim Import von Patientendaten aus einem Fremdsystem treten fehlerhafte Umlaute auf. Sara erkennt, dass eine falsche Zeichencodierung die Ursache ist. Sie wählt für den Datenaustausch eine geeignete Codierung (z.B. UTF-8) und zeigt auf, welche Auswirkung die Wahl der Codierung auf die Darstellung von Texten, Zahlen und Sonderzeichen hat.
Die täglich anfallenden Bilddaten und Logfiles belegen zu viel Speicher. Sara vergleicht verlustfreie und verlustbehaftete Kompressionsverfahren und wählt für die Langzeitarchivierung der Dokumente ein verlustfreies Verfahren, damit bei der Wiederherstellung keine Informationen verloren gehen. Für die Aufbewahrung und Übertragung setzt sie die Kompression gemäss den Vorgaben ein.
Auf einem mobilen Datenträger sollen sensible Patientenakten transportiert werden. Sara verschlüsselt den Datenspeicher, damit die Daten bei Verlust des Geräts nicht ausgelesen werden können. Sie wählt gemäss Vorgaben ein geeignetes Verschlüsselungsverfahren und schützt so die Daten gegen unbefugten Zugriff – sowohl auf dem Datenspeicher als auch auf dem Übertragungsweg.
Für den Austausch von Befunden mit einem Partnerspital richtet Sara eine gesicherte Dateiübertragung ein. Sie kombiniert symmetrische und asymmetrische Verschlüsselung, verwaltet Public und Private Keys und prüft die Echtheit der Gegenstelle über Zertifikate. Dabei berücksichtigt sie die einschlägigen Protokolle und Standards, damit die Übertragung vertraulich und authentisch abläuft.