Zu jedem einzelnen Handlungsziel aus der Modulidentifikation wird eine realistische, beispielhafte und konkrete Handlungssituation beschrieben, die zeigt, wie die Kompetenzen in der Praxis angewendet werden.
Sandra ist eine Projektmanagerin in einem IT-Unternehmen und hat den Auftrag erhalten, eine neue Softwarelösung für einen Kunden zu entwickeln. Die Software soll verschiedene Funktionen und Module umfassen und innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens fertiggestellt werden. Der Kunde hat klare Anforderungen und Erwartungen an die Software und es wurden bestimmte Ressourcen zur Verfügung gestellt, darunter eine begrenzte Anzahl von Mitarbeitenden und bestimmte technologische Voraussetzungen.
Sandra klärt ab, ob dieses Vorhaben mit den Vorgaben des Auftraggebers und den Sandra zur Verfügung stehenden Ressourcen für sie als Projekt geeignet ist und wählt die für das Projekt geeigneten strukturellen, funktionalen und prozessualen und Bausteine und Tools aus (Tailoring).
Sandra führt eine Stakeholder-Analyse durch, um die Bedürfnisse und Erwartungen der Zielgruppen des Kunden zu ermitteln. Anschliessend erstellt Sie eine Machbarkeits- und Wirtschaftlichkeitsanalyse des Vorhabens, um sicherzustellen, dass die vorgeschlagene Lösung betriebswirtschaftlich oder technisch umsetzbar sind und einen positiven ROI für den Kunden bieten. Des Weiteren führt Sie eine Risikoanalyse durch, um potenzielle Hindernisse wie Wettbewerb, sich ändernde Marktbedingungen oder technische Herausforderungen zu identifizieren. Basierend auf diesen Erkenntnissen entwickelt sie klare Projektziele und einen Zeitplan, um das Projekt effektiv zu bewältigen.
Sandra entscheidet aufgrund verschiedener Erkenntnisse aus den Anforderungen, welches Vorgehen für das Projekt Sinn macht. Sie wählt aus verschiedenen Varianten die am besten für das Projekt geeignete Variante aus (Tailoring = massgeschneiderte Auswahl von Werkzeugen/Bausteine, wie beispielsweise Testmethoden in der Qualitätssicherung).
Sandra entscheidet den Auftrag anzunehmen und erstellt nun einen Projektplan. Sie beschreibt die Arbeitspakete und erstellt einen Terminplan, aus dem hervorgeht, wer wann was zu erledigen hat, welche Tätigkeiten parallel und welche nacheinander folgen und welche Meilensteine zu erreichen sind.
Sandra teilt ihrem Team Arbeitsaufträge für das Softwareprojekt zu und berücksichtigt dabei die Fachkenntnisse der Teammitglieder. Sie stellt sicher, dass die Arbeitsaufträge klar definiert sind und alle erforderlichen Informationen enthalten. Sie kommuniziert die Arbeitsaufträge deutlich an ihr Team und beantwortet eventuelle Fragen, um sicherzustellen, dass alle Mitglieder das Verständnis und die erforderlichen Informationen haben.
Während der Umsetzung des Projekts überwacht und dokumentiert Sandra den Fortschritt. Sie führt regelmässige Statusmeetings durch, nutzt Projektmanagement-Tools, um den Fortschritt zu verfolgen und Qualität, Termine und Kosten unter Kontrolle zu halten. Bei Bedarf ergreift sie geeignete Massnahmen, um Abweichungen zu korrigieren oder Ressourcen neu zuzuweisen, um den Projektfortschritt sicherzustellen.
Sandra erstellt regelmässig Arbeitsfortschrittsberichte für den Auftraggeber. Im Bericht gibt sie einen Überblick über den aktuellen Ressourcenstatus, stellt den Fortschritt der verschiedenen Arbeitspakete dar und dokumentiert die erzielten Meilensteine sowie eventuelle Verzögerungen. Sie erwähnt auch den Kostenverlauf und die Qualitätssicherungsmassnahmen, die im Projekt umgesetzt wurden. Durch klare Tabellen, Diagramme und Zusammenfassungen sorgt sie dafür, dass der Auftraggeber den Bericht leicht lesen und den aktuellen Projektstatus verstehen kann. Die regelmässige Bereitstellung dieser Berichte ermöglicht es dem Auftraggeber, den Projektfortschritt zu verfolgen und gegebenenfalls Anpassungen oder Entscheidungen zu treffen.
Sandra erstellt eine umfassende Dokumentation des Projektergebnisses für den Auftraggeber. Darüber hinaus beinhaltet die Dokumentation eine detaillierte Beschreibung der durchgeführten Massnahmen und der erzielten Ergebnisse. Sandra präsentiert die erreichten Meilensteine, den ROI (Return on Investment), die Konversion-Rates oder andere relevante Kennzahlen. Sie erläutert auch die Herausforderungen, die während des Projekts aufgetreten sind, und wie sie erfolgreich gemeistert wurden.
Die Dokumentation wird dem Auftraggeber in einem ansprechenden und gut strukturierten Format präsentiert und erlaubt so dem Auftraggeber einen detaillierten Einblick in die geleistete Arbeit und die erzielten Erfolge der Umsetzung.
Sandra organisiert ein Teammeeting, um den Projektverlauf mit den Projektbeteiligten im Team zu reflektieren. In diesem Meeting ermutigt sie alle Teammitglieder, ihre Erfahrungen und Rückmeldungen zum Projektverlauf zu teilen. Sie stellt sicher, dass eine offene und konstruktive Atmosphäre herrscht, in der jedes Teammitglied seine Perspektive und Ideen einbringen kann.
Anhand der Rückmeldungen und Erkenntnisse, die während des Reflektionsprozesses gewonnen werden, leitet Sandra Massnahmen ab, damit eine effiziente Projektarbeit möglich ist. Sie stellt sicher, dass die gewonnenen Erkenntnisse in zukünftigen Projektphasen berücksichtigt werden, um die Effizienz und Qualität der Arbeit kontinuierlich zu steigern.