Der Lernende führt mit dem Auftraggeber ein Gespräch, um die notwendigen Netzwerkanforderungen aufzunehmen und die entsprechenden Services zu bestimmen.
Der Lernende arbeitet bei einem IT-Dienstleister für Kleinfirmen im “Nicht-IT-Segment”. Eine der Aufgaben besteht darin, den Fachvorgesetzten bei Kundenbesuchen zu begleiten und die Bedürfnisse des Auftraggebers aufzunehmen. Anschliessend soll der Lernende Lösungsvorschläge im Bereich “IT-Infrastruktur und Nutzung” erarbeiten und dem Fachvorgesetzten vorschlagen.
Mögliches Szenario:
Ein Kunde mit Kerngeschäft im Detailhandel bezieht ein neues Gebäude. Zehn Mitarbeitende in drei unterschiedlichen Abteilungen benötigen eine fachgerechte IT-Infrastruktur und entsprechende Services. Die Verkabelung bis zur Dose wird vom Elektromonteur erstellt.
Die Lösungsvorschläge sollen grundsätzliche Überlegungen sowie individuelle Kundenbedürfnisse berücksichtigen.
Beispiele grundsätzliche Überlegungen:
Logischer Netzwerkplan, Einsatz nötiger Dienste (DHCP, WLAN, File-/Printshare), Usability (Ausrüstung HW/SW), Sicherheit, Support
Beispiele individuelle Kundenbedürfnisse:
Abt. Verkauf (Mobilität, WLAN, Laptops)
Abt. Buchhaltung (Laserdrucker, LAN-Anbindung)
Abt. Handel (hohe Verfügbarkeit, fixer Standort)
Der Lernende bildet das gewünschte Netzwerk in einem logischen Netzwerkschema ab. Dabei inkludiert er nötige Dienste wie DHCP, DNS, File/Print-Service.
Der Lernende legt alle notwendigen Arbeitsschritte fest, um sicherzustellen, dass später die Verbindung vom UGV-Anschluss zum Benutzerendgerät und die Patchung im zentralen Verteilrack korrekt aufgebaut sind und funktionieren. Dazu erstellt er vorgängig ein entsprechendes Umsetzungskonzept (Namens-, Adress-, Berechtigungskonventionen) und eine Systemdokumentation.
Der Lernende erstellt die nötigen Patchungen, installiert die aktiven Netzwerkkomponenten und konfiguriert diese den Vorgaben entsprechend (Berücksichtigung des Konzepts).
Der Lernende überprüft, welche Services für die Administration (Support, Ressourcenverwaltung) nötig sein könnten und bietet Varianten oder mögliche Alternativen zur Umsetzung an (On-Premise oder allenfalls Cloud). Das zuvor erstellte Konzept und der individuelle Business-Case dienen ihm als Grundlage.
Der Lernende überprüft das Netzwerk nach Vorgaben. Er stellt sicher, dass Funktionalität, Performance, Sicherheit und Datenzugriff den vorgegebenen Qualitätsanforderungen entsprechen und bei der Übergabe an den Kunden/Betrieb einwandfrei funktionieren.
Der Lernende testet das Netzwerk und dokumentiert diese nachvollziehbar (Datum, Name, Resultat) in Form eines Test-Protokolls.